Qualitätskriterien für Löschschaum

Abbrandwiderstand

Der Abbrandwiderstand drückt die Beständigkeit des Schaumes gegenüber Flammeneinwirkung und Wärmestrahlung aus.

Alterungsverhalten

Das Alterungsverhalten wird danach beurteilt, wie lange die im Schaum enthaltene Schaummittellösung zurückgehalten wird, d.h. wie langsam oder schnell der Schaum austrocknet. Als Maßeinheit dient die Wasserviertelzeit bzw. Wasserhalbzeit.

Filmbildung

Die Filmbildung wird unterschieden nach:
Polymerfilm
Wasserfilm

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Fließverhalten

Das Fließverhalten ist die Fähigkeit des Schaumes, sich rasch auf der Brandoberfläche auszubreiten. Es gewährleistet einen raschen Löscherfolg.
» Eigenschaften der Schaumarten

Gasdichte

Die Gasdichte des Schaumes unterdrückt den Austritt brennbarer Gase aus bereits abgelöschten oder vorbeugend beschäumten brennbaren Flüssigkeiten. Dadurch werden Rückzündungen bzw. Brandausbrüche verhindert. » Eigenschaften der Schaumarten

Haftfähigkeit

Die Haftfähigkeit des Schaumes ist erforderlich, damit er auch an Wänden und sperrigem Brandgut benetzend, dämmend und kühlend wirken kann.
» Eigenschaften der Schaumarten

Löschleistung

Die Löschleistung des Schaums ist wesentlich von den vorgenannten Kriterien abhängig. Um sie zu ermitteln, werden Löschversuche an Prüfobjekten entsprechend den gültigen Normen, z.B. DIN EN 1568 Teil 1-4, durchgeführt.

Mischbarkeit

Im Löscheinsatz können Schäume unterschiedlicher Schaumlöschmittel, auch Proteinschaum, gleichzeitig verwendet werden, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen. Beim Löschen polarer Flüssigkeiten müssen alkoholbeständige Schäume verwendet werden.

Pulververträglichkeit

STHAMER-Löschschäume eignen sich für den kombinierten Einsatz mit schaumverträglichem Löschpulver.

Seewasserbeständigkeit

ist Voraussetzung für den Schaumeinsatz auf Seeschiffen, in Seehäfen und im Offshore-Bereich. Auch aufbereitetes Industriewasser sowie Fluss- und Brackwasser haben keinen negativen Einfluss auf den Schaum bzw. auf seine Löscheigenschaften.

Die Verschäumung

gibt das Verhältnis der eingesetzten Menge Wasser-/ Schaummittelgemisch zu der daraus erzeugten Schaummenge an. Werden z. B. aus 1 Liter Wasser-/Schaummittelgemisch 10 Liter Schaum erzeugt, ist die Verschäumungszahl (VZ) 1: 10 Die Verschäumung ist abhängig von:

der Art und Qualität des Schaummittels
dem verwendeten Schaumgerät
der eingesetzten Schaummittelmenge (Zumischrate)
dem vorhandenen Wasserdruck

 

Wasserrückhaltevermögen

Das Wasserrückhaltevermögen wird gemessen als Wasserviertel- bzw. Wasserhalbzeit. Sie gibt den Zeitraum an, in dem 25 % bzw. 50 % der im Schaum enthaltenen Schaummittellösung (Wasser-/Schaummittelgemisch) wieder ausgeschieden ist.
» Eigenschaften der Schaumarten

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